Als 1952 in Denver an einer Kreuzung eine neue Ampelschaltung eingeführt wird, berichten die Zeitungen weit über die Landesgrenzen Michigans hinaus, sogar im fernen New York und Chicago wird von dem „Barnes Dance“ berichtet.
Das Konzept  ist einfach: Während der Grünphasen der Autos (Längs- und Querstraße)  ist rot für alle Fußgänger. Im Gegenzug gibt es eine gemein-
sam Grünphase für die Füßgänger und rot für alle Autos. Fussgänger können als auch diagonal die Kreuzung queren und Autofahrer können rechts und links abbiegen ohne Fussgänger zu überfahren. 
Mr. Henry Barnes wird berühmt und das Konzept der Scramble Crossing verbreitete sich an vielen Kreuzungen mit hohem Fußgängeraufkommen auf der ganzen Welt. Shinjuku Crossing in Tokyo ist wahrscheinlich die bekannteste Kreuzung dieser Art. in Berlin, Rudi-Dutschke Ecke Friedrichstraße gibt es auch einen Barnes Dance.

Henry Barnes – eine Mustertapete mit Autos schmückte sein Büro – entwarf maßgeblich die moderne amerikanische Verkehrsführung und definierte damit nebenbei auch einen neuen Beruf: den des Verkehrsingenieurs. Er studiert Stadtpläne, lief durch die Straßen und untersucht die Motivationen der Autofahrer und Passanten um die Verkehrströme zu verstehen und zu optimieren.

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